Camus und Ich

Anne-Kathrin Reif©Michael SieberNatürlich ist letztlich dieser ganze Blog ein Beitrag zum Thema „Camus und ich“. Die Beiträge dazu im engeren Sinne finden sich unter der entsprechenden Kategorie. Am meisten dazu erzählen vielleicht mein Brief an Konstantin Wecker und der Geburtstagsbeitrag Joyeux anniversaire, Monsieur Camus!  vom 7. November 2013. Hier ein kleiner, entscheidender Auszug aus letzterem:

„Camus behauptet an keiner Stelle, irgendeine der großen Fragen der Menschheit beantworten zu können, er verspricht keine Erlösung, er lässt sich durch keine Ideologie vereinnahmen – und dennoch ist für mich sein Denken wie eine Art Kompass, der meinem Leben die richtige Richtung weist. Weil es immer wieder daran erinnert, was wichtig ist, was wirklich zählt: Die Schönheit der Welt, die es zu bewahren gilt. Die Sonne, das Meer, das Licht über den Hügeln… die Freundschaft, die Liebe – all das, was uns das Herz aufgehen lässt. Dass wir uns offen halten für die Glücksmöglichkeiten, die die Welt für uns bereithält (und die nicht im Konsum, Erfolg oder anderen äußerlichen Dingen zu finden sind). Dass nur der Augenblick zählt, und dass es nicht auf das Erreichen des Zieles ankommt, sondern auf das Gehen des Weges. Dass man bereit sein muss, aufzustehen und zu widerstehen, wenn es darauf ankommt. Dass man sich nicht schämen braucht, das Glück vorzuziehen, aber dass man sich schämen kann, allein glücklich zu sein. Dass es keine Rechtfertigung für Gewalt und Grausamkeit gibt, und dass es, trotz aller Gewalt und Grausamkeit, in Bezug auf den Menschen mehr zu bewundern als zu verachten gibt, wie es in Die Pest heißt (auch wenn die lieben Mitmenschen diesen Glauben hin und wieder ins Wanken bringen). Es genügt, sich daran zu erinnern, dass wir alle dasselbe Schicksal teilen und dass jeder immer auch eine Verabredung mit sich selbst hat, der er nicht entgehen kann, um diese besondere Art der Zärtlichkeit wiederzufinden, die Camus la tendresse humaine nennt.“

Aktuelles:

Albert Camus und die Liebe. Sebastian Ybbs im Gespräch mit Dr. Anne-Kathrin Reif, dazu „amuse oreilles“ von Bettina Marugg. Albert-Camus-Gesellschaft Aachen, Institut Logoi, Jakobstraße 25a, Aachen, 3. Juni 2016, 20 Uhr. Mehr

Vortrag: L’amour: du début secret et de l’objectif du cheminement de la pensée d’Albert Camus. Rencontres Méditerranéennes Albert Camus: Albert Camus: le cycle inachevé, le cycle de l’amour, 16./17. Oktober 2015, in Lourmarin, mehr im Blog

Referentin bei der Reise: La cuna mediterranea – Eine Kulturreise nach Begur/Spanien mit Camus im Mittelpunkt vom 18. bis 26. Oktober 2014 (verschoben); mehr im Blog

Vortrag: Der unbekannte Camus – Vom Absurden zur Liebe, Kultursalon Korschenbroich, 22. Januar 2014, 20 Uhr, im Blog

Buchvorstellung: Albert Camus – Vom Absurden zur Liebe. Anne Linsel im Gespräch mit Anne-Kathrin Reif, 18. November 2013, Literaturhaus Wuppertal, Friedrich-Engels-Allee 83, 19.30 Uhr

Gesprächspartnerin im Radio-Feature Schuld an allem ist die Sonne – Albert Camus und das Mittelmeer von Manuel Gogos innerhalb der Sendung Neugier genügt,WDR 5, am 7. November 2013, 10:10-10:30 Uhr

Vortrag: Der unbekannte Camus – Vom Absurden zur Liebe, Buchhandlung & Galerie Böttger, Bonn, 6. November 2013, 19.30 Uhr; im Blog

Gast in der Talkshow Kall nit – talk! von WDR-Chefreporter Horst Kläuser, Teo Otto Theater Remscheid, 31. Oktober 2013, 19 Uhr; im Blog

Mitwirkende in dem Film Albert Camus – Lektüre fürs Leben von Joël Calmettes (Arte TV, 9. Oktober 2013, 21.45 Uhr); im Blog

Podiumsgast bei Das Glück des Sisyphos – eine philosophische Camus-Revue zum 100. Geburtstag bei der Phil.Cologne, Köln, 29. Juni 2013, Live-Übertragung aus dem großen Sendesaal auf WDR 5;  im Blog

Veröffentlichungen:
Albert Camus – Vom Absurden zur Liebe. Djre Verlag, Königswinter 2o13, 443 Seiten, broschiert, 21,90 Euro. Mehr dazu hier.

Vom Absurden zur Liebe – der unbekannte Camus, in: Willi Jung (Hg.): Albert Camus oder der glückliche Sisyphos – Albert Camus ou Sisyphe heureux (Bd. 4 der Reihe Deutschland und Frankreich im wissenschaftlichen Dialog). Bonn University Press/ V & R unipress, Göttingen 2013, 460 Seiten, geb., 59,99 Euro.

Dissertation:
Die Welt bietet nicht Wahrheiten sondern Liebesmöglichkeiten. Zur Bedeutung der Liebe im Werk von Albert Camus. Wuppertal 1999 Online. Die Arbeit wurde 1999 an der Bergischen Universität Wuppertal eingereicht. Sie erhielt das Prädikat »opus eximium« und wurde 2001 mit dem Förderpreis der Commerzbank-Stiftung ausgezeichnet.

Print – Von Anne-Kathrin Reif:
Kritik im Remscheider General-Anzeiger (RGA) vom 21.01.2011: Caligula“ von Albert Camus bei den Wuppertaler Bühnen
Vorschau zum Festival Camus Lebt! im Remscheider General-Anzeiger (RGA) vom 02.01.2011: Begegnung mit Camus
Anne-Kathrin Reif zum 50. Todestag in der Westdeutschen Zeitung (WZ) vom 01.01.2010: Camus ein radikaler Humanist

Print – Über Anne-Kathrin Reif:
Porträt von Andreas Tews im RGA vom 9. 1. 2014 „Bei Camus fand sie eine Idee, im Leben glücklich zu sein
Interview von Andreas Fasel mit Anne-Kathrin Reif in der Welt am Sonntag (WamS) vom 29. 12. 2013: Camus verbindet wie ein gemeinsamer Freund
Interview von Martina Thöne mit Anne-Kathrin Reif in der Westdeutschen Zeitung (WZ) vom 4. 11. 2013: Vom Absurden zur Liebe – Wuppertal feiert Camus„.
Kritik in der Westdeutschen Zeitung (WZ) vom 18.01.2010: Camus-Festival: Künstler feiern den Ursprung der Revolte

Vorträge:
Vom Absurden zur Liebe – der unbekannte Camus (Internationale Albert-Camus-Tage Wuppertal CAMUS LEBT! am 16.01.2010; Buchhandlung & Galerie Böttger, Bonn, 6.11.2013, Kultursalon Korschenbroich, 22.01.2014)
Wiederbegegnung mit Albert Camus. Eine Einführung in Leben und Werk (Soroptimist-Club Wuppertal 2009)
Die Schöpfung ohne ein Morgen – Das Absurde und die Kunst (Philosophische Tafelrunde im Schloss Lüntenbeck, Wuppertal 2002)
Die Welt bietet nicht Wahrheiten sondern Liebesmöglichkeiten. Zur Bedeutung der Liebe im Werk von Albert Camus. (Philosophisches Café  Wuppertal 2001, Katholisches Bildungswerk Wuppertal 2000, Stadtbibliothek Langerfeld/ Gedok 1999, Stadtbibliothek Wuppertal/Gedok 1998)

Vorträge jenseits des Camus-Tellerrandes:
 „Weltkulturerbe Tango Argentino. Geschichte einer Leidenschaft”. Theaterclub des Teo Otto Theaters Remscheid (09.09.2009)
Transfer – Zwischen Himmel und Erde.“ Philosophisches Frühstück im Deutschen Werkzeugmuseum/Remscheid (17.09.2006)
„Mythos, Logos, Epos. – Werkzeuge der Erkenntnis.“ Philosophisches Frühstück im  Deutsches Werkzeugmuseum/Remscheid (07.03.2004 )

Diese und weitere Vorträge können nach Absprache gebucht werden:mail(at)365Tage-Camus.de (setzen Sie das @-Zeichen ein; die Schreibweise hier dient nur dazu, Spams zu vermeiden).