Mit Camus bei Horst Kläuser auf dem grünen Sofa

Moderator Horst Kläuser (rechts) und Andreas G. Holthaus, Vorsitzender des Fördervereins Christliches Hospiz Bergisches Land. Foto: Michael Sieber

Moderator Horst Kläuser (rechts) und Andreas G. Holthaus, Vorsitzender des Fördervereins Christliches Hospiz Bergisches Land. © Foto: Michael Sieber

Heute gibt es eine Ankündigung in eigener Sache, die allerdings in eine weit größere Sache eingebettet ist, die nun wiederum jede Aufmerksamkeit verdient: Am Donnerstag, 31. Oktober, werde ich Gast in Horst Kläusers Talk-Show Kall nit – talk! im Remscheider Teo Otto Theater sein. Und die ist dieses Mal eine Benefiz-Veranstaltung für das Bergische Hospiz. Für Ortsfremde sei mal kurz erklärt, worum es sich bei der Veranstaltung mit dem schönen Bergischen Titel eigentlich handelt: Horst Kläuser, Chefreporter bei WDR 2 und Leiter des diensttäglichen Auslandsmagazins Weltzeit, hat nach seiner Rückkehr als Korrespondent aus Moskau in seine Heimatstadt Remscheid im Frühjahr 2012 seine in früheren Zeiten schon einmal äußerst beliebte Talk-Reihe im Theater wiederbelebt. Das einst rosafarbene Sofa wurde dem Sponsor Vaillant zuliebe in Giftgrün bezogen, und seitdem lädt Horst Kläuser wieder regelmäßig Gäste zu sich auf die Couch ein. Und zwar stets in bunter Mischung von Promis, Semi-Promis und der Öffentlichkeit eher unbekannten aber dennoch interessanten Menschen, die alle irgendeinen mehr oder weniger großen Bezug zu Remscheid und der Region haben. Dazu gibt’s Musik, Getränke, Häppchen und dank des weltläufig-launigen Moderators auch stets beste Stimmung. Man muss sich das Ganze in etwa so vorstellen, als hätte Hans-Joachim Kulenkampff von Alfred Biolek die Moderation beim Kölner Treff übernommen (ältere Blog-Leser werden sich erinnern…). Die Veranstaltung ist extrem beliebt und stets weit im Vorfeld ausverkauft, was auch daran liegt, dass das Publikum an Tischen auf der Bühne platziert ist und die Plätze daher begrenzt sind.

Für die nächste Ausgabe am 31. Oktober wird jedoch der ganze Theatersaal geöffnet, damit möglichst viel für den guten Zweck herausspringt: Der Verein Christliches Hospiz Bergisches Land möchte in den nächsten drei Jahren 1,4 Millionen Euro für den Bau eines stationären Hospizes sammeln, das den Bereich Remscheid, Radevormwald, Hückeswagen und Wermelskirchen abdecken soll. Acht stationäre Plätze für Schwerstkranke in ihrer letzten Lebensphase sind geplant. Alle Einnahmen des Abends kommen dem Förderverein zu Gute; Spenden bis 100 Euro werden durch den Rotary Club Remscheid verdoppelt. Eine tolle Sache für einen wirklich guten Zweck. Horst Kläuser verspricht, dass es trotz des ernsten Hintergrundes sehr unterhaltsam wird, „denn gerade weil ein Hospiz ein sehr menschlicher Ort ist, soll gelacht und nachgedacht werden.“

Ebenfalls auf dem grünen Sofa werden am 31. Oktober Platz  nehmen: Wolfgang Bosbach (Politiker und Mitglied des Bundestages, selbst schwer an Krebs erkrankt), Manni Breuckmann (Reporter-Legende), Prof. Dr. Christoph Antweiler (Ethnologe an der Uni Bonn) und Adelheid Rieffel (Hospizgründerin in Bethel und Hospiz-Pionierin). Ich freue mich, dass ich in dieser Runde mit dabei sein darf. Auf dem Plakat angekündigt werde ich zwar als „Camus-Biographin“, was ich ganz sicher nicht bin, aber unter „Camus-Bloggerin“ können sich wahrscheinlich einfach zu viele Menschen aus dem Zielpublikum (noch) nichts vorstellen. Für Musik werden das Salon-Orchester der Bergischen Symphoniker sorgen und, was mich ganz besonders freut, die Hückeswagener Jazz-Brüder Julian und Roman Wasserfuhr.

Warum mich das besonders freut, muss ich noch schnell erzählen: Zum einen, weil die beiden einfach phantastische junge Jazzer sind, deren ziemlich kometenhafte Karriere ich von Anfang an verfolgt habe – zuletzt anlässlich ihres großartigen neuen Albums Running Ende August diesen Jahres im RGA. Und zum zweiten, weil das traumschöne Stück See you again auf diesem Album (für mich das schönste überhaupt) eine ganz direkte Verbindung zu mir und diesem Blog hier hat: Roman Wasserfuhr, selbst großer Konstantin Wecker-Anhänger, ließ sich dazu von meinem Brief an Konstantin Wecker inspirieren, wie er mir kurz darauf schrieb. Einer der wunderschönen Momente für mich, wo man wahrnimmt, dass ein ins Wasser geworfener Stein ganz unverhoffte Kreise zieht.

Im Anschluss an die Talkrunde gibt’s im Foyer noch eine kleine After-Show-Party mit der bergischen Rock-Coverband Timeless, und ich freue mich über jeden, der bleibt und mit mir in den 1. November hineinfeiert. Noch gibt es Karten, aber man muss sich beeilen.

* Kall nit – talk!  am 31. Oktober, 19 Uhr, im Remscheider Teo Otto Theater. Einlass 18 Uhr. Karten kosten 21 bis 31 Euro an der Theaterkasse und im Internet. 

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Ein Kommentar zu Mit Camus bei Horst Kläuser auf dem grünen Sofa

  1. Nicole Nau sagt:

    Hey!!!! Super interessant! Hin! Klasse!
    Nur! Dass ich jetzt als älteres Publikum eingestuft werde, fuehlt sich schon ganz komisch an 😉
    Nicole

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