Auf den Spuren des „echten“ Dr. Rieux in Le Chambon

War er das Vorbild für Dr. Rieux aus Die Pest? Gedenktafel für Dr. Roger Le Forestier in Le Chambon-sur-Lignon. ©Foto: Klaus Stoevesandt

In dem ziemlich großen und immer noch weiter anwachsenden Stapel von Büchern zu Camus-Themen, die darauf warten, einmal hier im Blog vorgestellt zu werden, drohte ein schmales, 2016 im Bernstein-Verlag erschienenes Bändchen fast unterzugehen: Der Doktor Rieux des Albert Camus – Eine Nachsuche möglicher Vorbilder von Klaus Stoevesandt. Da kommt der Anlass, dass der Verfasser in Kürze bei der Albert-Camus-Gesellschaft in Aachen zu Gast sein wird, gerade recht, um es nun endlich hier zu würdigen. Denn das hat es durchaus verdient.

Aufmerksamen Blog-Leserinnen und -Lesern dürfte Klaus Stoevesandt nicht ganz unbekannt sein: Im Mai 2014 befragte ich ihn zu seinem Vortrag Albert Schweitzer und Albert Camus – Auf der Suche nach Maßen für die Menschlichkeit, den er bei der Jahrestagung der Internationalen Albert Schweitzer-Gesellschaft in Königsfeld hielt. Stoevesandt spürt darin der geistes-verwandtschaftlichen Nähe zwischen den beiden Alberts nach, die sich in einer kompromisslosen humanistischen Grundhaltung ausdrückt – wohl wissend, dass es eine direkte Beziehung oder einen konkreten Austausch zwischen beiden wohl nicht gegeben hat.

Ein verbindendes Glied zwischen ihnen findet sich gleichwohl, nämlich in Gestalt des Arztes Roger Le Forestier. Weiterlesen

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„Die alternativen Fakten des Pater Paneloux“

„Die alternativen Fakten des Pater Paneloux“ ist der nächste  offene Gesprächskreis der Albert-Camus-Gesellschaft am kommenden Dienstag in Aachen überschrieben. Wer bei diesem Titel nicht nur an Camus‘ Die Pest denkt sondern auch an die eigenwillige Realitätsauslegung des derzeitigen amerikanischen Präsidentendarstellers, liegt richtig: „Der Titel verbindet nicht zufällig die Literatur Camus‘ mit aktuellen politischen Fragestellungen“, sagt Sebastian Ybbs, Vorsitzender der Camus-Gesellschaft. Wie immer sind Kenner der Schriften Camus‘ sind ebenso eingeladen wie andere Interessierte.

  • Termin ist am Dienstag, 7. Februar 2017 um 20 Uhr im LOGOI, Jakobstraße 25a, in Aachen. Eine Zusammenstellung von Textausschnitten als Diskussionsgrundlage kann angefragt werden unter sebastian.ybbs@unitedtelecom.be
  • Der offene Camus-Gesprächskreis findet immer am ersten Dienstag des Monats im LOGOI statt. Weitere Termine am 7. März, 4. April, 2. Mai und 6. Juni.

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    Zwei weitere interessante Veranstaltungen der Albert-Camus-Gesellschaft stehen bereits fest:

  • Freitag, 17. Februar, referiert Klaus Stoevesandt über Albert Camus und Albert Schweitzer. 19.30 Uhr, Buchhandlung Backhaus, Jakobstr. 13, Aachen (Eintritt frei). Mehr zu der Veranstaltung auf der Seite der Albert-Camus-Gesellschaft unter Aktuelles. Ein Interview mit Klaus Stoevesandt über seine Forschung hier im Blog: Bedingungslose Humanität: Albert Camus trifft Albert Schweitzer
  • Sonntag, 26. März, kommt die Camus-Expertin Prof. Dr. Brigitte Sändig (emeritierte Prof. Uni Potsdam) mit dem Thema Camus im Osten. Brigitte Sändig, die seinerzeit dafür gekämpft hat, dass Werke von Camus auch in der DDR veröffentlicht werden können, wird aus Berlin/Potsdam anreisen und über die Bedeutung des Literaten und Autoren von Der Mensch in der Revolte im Hinblick auf bestimmte politische Machtverhältnisse berichten. Beginn: 12 Uhr im philosophischen Institut LOGOI, Jakobstraße 25a, Aachen.

 

 

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Es geht weiter: Jede Menge Camus auf den Bühnen im Februar

Bühnenbildcollage zur Oper „Le Malentendu“ von Fabian Panisello, die im Februar in Wien Premiere feiert. ©Foto: Diego Rojas Ortiz

Also, das fällt mir jetzt wirklich schwer, den Beitrag nicht mit so einem vollends abgedroschenen „hach, wie schnell die Zeit schon wieder vergeht“ anzufangen… Das tut sie nämlich einfach nun mal genau so, wie sie das meistens tut, sogar in diesem noch einigermaßen jungen Jahr. Und so ist ruckzuck schon wieder ein Monat um, und nach dem (gefühlt gerade erst verfassten) Januar-Überblick steht schon die Vorschau für Februar an. Denn auch der hält wieder jede Menge Camus bereit, darunter gleich drei Premieren. Fangen wir also gleich mit eben diesen an:

Für die vermutlich spannendste Premiere muss man (mal wieder) nach Wien reisen, denn Camus als Musiktheater gibt’s ja eher selten. Nun also die Uraufführung von Le Malentendu als Oper, verfasst von dem Komponisten Fabian Panisello nach dem Theaterstück Das Missverständnis, bei der Neuen Oper Wien am 21. Februar. Weitere Termine im Semper-Depot am 24., 25., 27. Februar. Die Produktion entstand in Kooperation mit dem Teatro Colon, Buenos Aires (wo sie bereits im Frühjahr 2016 zu sehen war, weshalb es sich in Wien streng genommen auch „nur“ um die europäische Erstaufführung handelt), den Teatros del Canal & Teatro Real, Madrid (Aufführungen am 20., 21. und 23. März 2017) und dem Centre National de Création Musicale (CIRM) in Marseille (Vorstellungen am 21., 24., 25. und 27. Februar). Ein ausführliches Interview mit dem Komponisten Fabian Panisello über die verschiedenen Lesarten der Textvorlage und ihre Bearbeitung für das Libretto, ihre musikalische „Übersetzung“ und eigene Akzentsetzungen gibt es auf der Webseite der Neuen Oper Wien unter dem Titel Thriller und Tragödie.

Kann es eine moralische Rechtfertigung für einen terroristischen Akt geben? Und ist überhaupt irgendein Szenario denkbar, bei dem der als gerecht angesehene Zweck die mörderischen Mittel heiligt? Die Frage steht im Mittelpunkt von Camus‘ Drama Die Gerechten, in dem eine Gruppe von Revolutionären 1905 einen Anschlag auf den russischen Großfürsten plant. Angesichts der brennenden Aktualität dieser Frage in Zeiten scheinbar allgegenwärtigen Terrors verwundert es nicht, dass gleich zwei Häuser das Stück im Februar neu herausbringen. Am Staatsschauspiel Hannover feiert es in der Regie von Alexander Eisenach am 23. Februar Premiere. Eine Preview gibt’s bereits am 21. Februar, eine weitere Vorstellung am 25. Februar. Nur noch Restkarten für die Premiere von Die Gerechten am 25. Februar (Regie: Peter Hailer) vermeldet das Oldenburgisches Staatstheater. Die nächsten Vorstellungen sind am 4. und 9. März, es folgen fünf weitere Termine bis zum 23. Juni.

Darüber hinaus laufen an manch‘ anderen Orten zumindest noch im Februar die Produktionen der aktuellen Spielzeit weiter: Die Bühnenadaption des Romans von Kamel Daoud Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung an den Münchner Kammerspielen (Regie: Amir Reza Koohestani) steht am 3. und 7.  Februar wieder auf dem Spielplan. Das Figurentheater Ravensburg e.V. spielt seine Version von Das Missverständnis wieder am  4. Februar. Am Theater Basel ist letztmalig am 18. Februar Caligula in der Inszenierung von Antonio Latella zu sehen. Die Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin hat ihre Bühnenadaption von Der Fremde (Regie: Philipp Preuss) am 23., 24. und 25. Februar wieder im Programm, und das Euro Theater Bonn die seinige aus dem Jahr 2010 (Regie: Jan Steinbach) wieder am 28. Februar.

Sie haben Gelegenheit, liebe Blog-Leserinnen und Camus-Freunde, eine oder gar mehrere der Aufführungen zu sehen? Dann berichten Sie doch davon als Kommentar unter diesem Beitrag. Ich würde mich freuen!

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Es geht weiter: Jede Menge Camus im Januar 2017

Fotos (v.l.n.r.): Der Fremde in Berlin (©Foto: Thomas Aurin), Das Missverständnis in Wien (©Seyneb Saleh) und Die Gerechten in Jena (©Joachim Dette).

Nur für den Fall, dass Sie’s noch gar nicht gemerkt haben: Die ruhigen Jahresanfangstage habe ich unter anderem genutzt, um die Blog-Rubrik „Aktuelles“ oben auf der Seite auf den neuesten Stand zu bringen. Die Termine des Jahres 2016 finden sich zum Nachlesen jetzt unter dem „Camus“-Reiter, und die Seite für 2017 ist keineswegs ein noch unbeschriebenes Blatt! Nicht alle, aber doch einige Bühnen haben ihre Camus-Stücke nämlich mit über den Jahreswechsel genommen. So spielt das  Theater Basel seinen Caligula in diesem Monat wieder am 14., 22. und 25. Nur einmal erweckt der viel beschäftigte Nikolaus Habjan am 29. Januar seine Figuren in Das Missverständnis am Volkstheater Wien zum Leben, weitere Termine sind jedoch in Planung. Die Bühnenadaption des Romans von Kamel Daoud, Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung, ist noch am 10. und 21. Januar bei den Münchner Kammerspielen zu sehen. Der Fremde an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin lief sogar bereits schon, kommt aber nach dem 7. und 8. Januar im Februar noch mal wieder, ebenso am  Euro Theater Bonn am 17. Januar. Dort bleibt auch der Dauerbrenner Die Gerechten im Spielplan, nächster Termin ist der 23. Januar. Auch das Theaterhaus Jena spielt seine Inszenierung von Die Gerechten wieder am 30. und 31. Januar. Soweit bekannt, finden sich natürlich auch schon Termine über den Januar hinaus in der „Aktuelles“-Rubrik, die sich sicherlich auch in 2017 wieder kontinuierlich weiter füllen wird.

Außerdem ist noch ein Nachholtermin der Albert-Camus-Gesellschaft in Aachen anzukündigen, der im November verschoben werden musste: Der Abend zum Thema Die „ecrits de jeunesse“ von Albert Camus findet jetzt am 13. Januar statt. Oliver Victor und Professor Christoph Kann von der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, stellen die Jugendschriften von Albert Camus erstmals in deutscher Übersetzung vor. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Backhaus, Jakobstr. 13, in Aachen (Eintritt frei). Mehr zu dieser Veranstaltung hier im Blog.

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„Wie wir verschwinden“ – Das Camus-Jahr 2017 beginnt mit einer Hörspiel-Empfehlung

Ein neues Jahr ist für mich immer wie ein Buch mit lauter leeren Seiten. Schöne weiße, noch unbefleckte Seiten in einem Buch, die darauf warten, dass ich etwas hineinschreibe. Noch ist alles offen in diesem Tagebuch des Lebens – für Freude, Traurigkeit, Schönes und Schreckliches, Bewegendes und Beglückendes, für Begegnungen und neue Erfahrungen aller Art. Mit Neugier und freudiger Erwartung blicke ich dem entgegen. Für Besorgnisse, Befürchtungen und Beschwörungen drohenden Unheils bin ich, egal wie realistisch es sein mag, zu Beginn eines neuen Jahres noch weniger zu haben als sonst. Denn ganz gleich wie es werden wird: Es ist, wenn wir Glück haben, ein Jahr Leben. Natürlich wünsche ich mir und allen Blog-Leserinnen und Camus-Freunden (und überhaupt allen Menschen) gleichwohl, es möge ein gutes Jahr werden, in dem für jeden auf seine Art Glück und Freude überwiegen. Wünschen schadet ja schließlich auch nicht. In diesem Sinne: Bonne année à tous! Ich freue mich, wenn Sie 365tage-camus.de auch in diesem Jahr wieder begleiten!

Und so geht es gleich los mit einem aktuellen Programmhinweis:  Zum Todestag von Albert Camus sendet der NDR das Hörspiel Wie wir verschwinden nach dem gleichnamigen Roman von Mirko Bonné, in dessen Zentrum der Autounfall steht, bei dem Camus am 4. Januar 1960 gemeinsam mit seinem Freund Michel Gallimard ums Leben kam. Mirko Bonné lässt zwei Jungen Zeugen des Unfalls nahe des kleinen Dörfchens Villeblevin werden, dicke Freunde, die das Leben mit den Jahren von einander entfernen wird. Nach Jahrzehnten des Schweigens erhält der eine, Raymond, einen Brief seines todkranken Jugendfreundes Maurice, der ihn in die gemeinsam erlebte Vergangenheit zurückversetzt.

An Details des Romans erinnere ich mich gerade nicht, wohl aber daran, das Buch bei seinem Erscheinen mit großer Freude gelesen zu haben – weshalb ich mich freue, nun in Form eines Hörspiels noch einmal in diese Geschichte einzutauchen.

Termin: Mittwoch, 4. Januar 2017, 20 bis 21:01 Uhr (NDR 2012 | 55 Min).
Wie wir verschwinden
Nach einem Motiv aus dem gleichnamigen Roman von Mirko Bonné
Komposition: Sabine Worthmann
Bearbeitung und Regie: Oliver Sturm
Mit Heinrich Giskes, Hedi Kriegeskotte u.v.a.
Musik: Silke Eberhard und Philipp Eberhard

Infos: www.ndr.de

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Albert Camus und Bob Dylan erhalten den Literaturnobelpreis

 

Philosophenzimmer im Kunsthotel Arte Luise in Berlin mit Dostojewski und Bob Dylan, gemalt von Oliver Jordan (links über dem Sofa). ©Foto: Anne-Kathrin Reif

Philosophenzimmer im Kunsthotel Arte Luise in Berlin: Gegenüber von Camus hängen Dostojewski und Bob Dylan, gemalt von Oliver Jordan (links über dem Sofa). ©Foto: Anne-Kathrin Reif

Manchmal braucht man ja nur lang genug zu warten, dann klären sich die Dinge von selbst. Fast genau drei Jahre ist es nämlich her, dass ich an dieser Stelle darüber grübelte, welche sinnträchtige Verbindung es zwischen Albert Camus und Bob Dylan geben könnte – traf ich doch bei einer Übernachtung in dem von Oliver Jordan ausgestatteten Philosophen-Zimmer im Berliner Art Hotel Luise dort nicht nur auf Camus sondern eben auch auf ein Porträt des Robert Allen Zimmerman, alias Bob Dylan. Heute nun stellt sich diese Verbindung quasi von selbst her, denn auf den Tag genau 59 Jahre nach der Verleihung des Literaturnobelpreises an Albert Camus darf am heutigen 10. Dezember Bob Dylan in Stockholm die höchste Auszeichnung der literarischen Welt entgegen nehmen. Wie’s aussieht wird er das zwar nicht persönlich tun und deshalb auch nicht etwa singen statt reden. Schade. Aber immerhin soll Patti Smith, bekennende Camus-Freundin, einen Dylan-Song vortragen, und damit hätten wir dann auch schon mal, quasi über Eck, eine schöne Dylan-Camus-Verbindung.

Camus-Porträt von Oliver Jordan im Kunsthotel Arte Luise in Berlin. ©Foto: akr

Camus-Porträt von Oliver Jordan im Kunsthotel Arte Luise in Berlin. ©Foto: akr

Ob der erste Musiker und Vertreter der Popkultur in der Reihe der Preisträger die Auszeichnung nun verdient habe oder nicht, darüber ist bereits überreichlich debattiert (sowie gejubelt, gespottet, geätzt) worden, da brauchen wir uns nicht einreihen, wer mag, kann sich damit ein Stündchen im Netz vertrödeln. Das tat ich gerade und beschloss daraufhin, das Thema hier zu streichen und lieber nochmal der Frage nachzugehen, wie es denn nun um die Beziehung von Dylan und Camus bestellt ist. Geistesverwandtschaftliche Bezüge lassen sich da wohl erkennen: Dylan, quasi der Erfinder des Protestsongs, Rebell gegen die herrschenden Verhältnisse, gegen Krieg, Not und Unrecht – ein homme révolté wie Camus, der, ebenso wie Camus, Generationen von Menschen inspiriert und ermutigt hat, für ihre Überzeugung einzustehen. Anders als zum Beispiel die Musikerkollegen Patti Smith oder Eric Andersen hat sich Dylan aber, soweit ich weiß, nie direkt auf Camus als Inspirationsquelle bezogen (selbst mit Like a rolling stone ist, so schön es auch wäre, nicht der herabrollende Stein des Sisyphos gemeint). Aber so richtig weiß ich es halt auch nicht, denn obwohl ich durchaus noch zu denen zähle, die einst am Lagerfeuer zur Klampfe Blowin‘ in the Wind und Knockin‘ on heavens door sangen, kenne ich mich in dem gigantischen Werk seiner lyrics, für das er nun diesen Preis bekommt, nicht annähernd so gut aus, dass ich ad hoc eventuell verborgene Camus-Bezüge darin ans Licht befördern könnte.

Theo Roos. ©privat

Theo Roos. ©privat

Deshalb frage ich lieber jemanden, der es möglicher Weise besser weiß: Theo Roos, in Köln lebender Philosoph und Musiker, Autor der Philosophischen Vitamine (Kiepenheuer & Witsch 2005 und 2007) sowie der gleichnamigen Reihe in der 3Sat-Kulturzeit (2003 bis 2010) hat über Camus ebenso geschrieben wie über Bob Dylan, kennt sich also aus, erinnerte sich an unsere Begegnung am Rande der Camus-Ausstellung von Oliver Jordan in Bonn und war so nett, meine Fragen in aller Ausführlichkeit zu beantworten, wofür ich mich sehr herzlich bedanke!


Gibt es direkte Bezüge in den Texten von Bob Dylan zum Werk bzw. zum Denken von Albert Camus? Und wo sehen Sie selbst Gemeinsamkeiten zwischen beiden?
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Noch mehr Camus im November in Berlin und Köln

Bernardo Arias Porras ©Foto: Thomas Aurin

Bernardo Arias Porras in „Der Fremde“ bei der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. ©Foto: Thomas Aurin

Für heute kommt dieser Hinweis auf jeden Fall zu spät, denn die Vorstellung dürfte gleich zu Ende gehen: An der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin wird eine Bühnenfassung von Camus‘ Roman Der Fremde gespielt. Aber der Vollständigkeit halber will ich natürlich noch nachtragen, was ich gerade aus dem Netz gefischt habe, und außerdem gibt es ja noch weitere Aufführungen. Regie führt Philipp Preuss (Bühne und Kostüme: Ramallah Aubrecht, Dramaturgie: Bettina Ehrlich).  Es spielen Bernardo Arias Porras, Iris Becher und Felix Römer, die alle drei Meursault sind. Premiere war bereits am 13. November, weshalb man auch schon die ersten Kritiken nachlesen kann. Weiterlesen

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