Der Camus-Adventskalender: Die sechste Tür geht auf

Tür zum „Tanzcafé Jenseits“ in Wien, aufgenommen 2016. ©Foto: Anne-Kathrin Reif

„Ich behaupte nicht, dass man zum Tier werden soll, sondern nur, dass ich am Glück der Engel keinen Geschmack finde. Ich weiß nur dies: dass der Himmel länger dauern wird als ich. Und was soll ich ewig nennen außer den Dingen, die meinen Tod überdauern? Ich rede hier nicht einer billigen Zufriedenheit des Geschöpfes mit seinem Zustand das Wort. Das ist etwas ganz anderes. Es ist nicht immer leicht, ein Mensch zu sein, und erst recht nicht ein reiner Mensch. Rein sein aber heißt, jene Heimat der Seele wiederfinden, wo wir uns dieser Welt verwandt fühlen, wo das Blut in unsern Adern im gleichen Rhythmus pocht wie der glühende Puls der Mittagssonne.“

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Der Camus-Adventskalender. Jeden Tag eine Tür und ein mehr oder weniger zufällig ausgewähltes Zitat als kleiner Gedankenanstoß für den Tag. Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit, auch wenn sie in diesem Jahr anders ist als sonst!

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Albert Camus, Sommer in Algier, aus Hochzeit des Lichts, in: Literarische Essays, Rowohlt-Verlag, Hamburg 1959, S. 104f.

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1 Antwort zu Der Camus-Adventskalender: Die sechste Tür geht auf

  1. PIERRE SCHOTT sagt:

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