Zum Welttag des Buches – Camus und ich schenken „Lesefreude“

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Auch in diesem Jahr wird heute wieder der „Welttag des Buches“ gefeiert, und es gibt wiederum die großartige Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ (bei der im vergangenen Jahr über 1000 Blogs mitmachten). Da ist natürlich auch 365tage-camus wieder mit dabei. 2013 habe ich Camus‘ Roman Der Fremde ins Rennen geschickt und war überrascht, wie viele Teilnehmer den gern gewinnen wollten (leider habe ich nie erfahren, ob die natürlich zufällig ausgewählte Gewinnerin letztendlich etwas damit anfangen konnte). In diesem Jahr freue ich mich, ein Buch zu verschenken, dass es im vergangenen Jahr noch gar nicht gab, nämlich mein eigenes – natürlich signiert von der Autorin. Der Kreis der Bewerber dürfte damit diesmal erheblich kleiner ausfallen.

Da die Spielregel von „Blogger schenken Lesefreude“ das verlangt, stelle ich das Buch hier noch einmal vor.

Albert Camus – Vom Absurden zur Liebe ist eine Untersuchung des Gesamtwerkes von Albert Camus bzw. seines literarisch-philosophischen Teils (die zahlreichen politisch-journalistischen Texte bleiben außen vor). Der Titel beschreibt bereits den Weg, den diese Untersuchung unternimmt: Sie beginnt beim Werkzyklus des Absurden, durchschreitet den der Revolte – und eröffnet darüber hinaus den Blick auf den von Camus erst noch geplanten Werkzyklus der Liebe. Albert Camus selbst hat sein Werk in diesen Zyklen oder „Stadien“, wie er sagte, entwickelt und jeweils dreifach – in essayistischer, literarischer und dramatischer Form – ausgearbeitet bzw. ausarbeiten wollen.

Bis heute wird sein Denken dagegen immer noch weitgehend mit den Begriffen des Absurden und der Revolte identifiziert, da sein früher Unfalltod die Ausarbeitung des dritten, abschließenden Werkstadiums verhinderte. In keinem seiner vollendeten Werke, so scheint es, spielt die Liebe eine sonderliche Rolle. Schreitet man aber im Lichte des Wissens um das geplante Stadium der Liebe den Denkweg von Albert Camus von den frühen literarischen Essays bis zum letzten, unvollendeten Roman Der erste Mensch noch einmal ab, verändert sich der Blick – und die Liebe begegnet uns tatsächlich überall.

Recht besehen zeigt sich dabei: Die Liebe bildet nicht etwa ein zusätzliches, nachträglich angehängtes Thema – sie ist der geheime Anfang und das offenbare Ziel des gesamten Denkweges von Albert Camus.

Grundlage des Buches Albert Camus – Vom Absurden zur Liebe ist meine Dissertation „Die Welt bietet nicht Wahrheiten sondern Liebesmöglichkeiten”. Zur Bedeutung der Liebe im Werk von Albert Camus. Der Text ist freilich gründlich überarbeitet, von nahezu allem sekundärwissenschaftlichen Ballast befreit und um einige Teile ergänzt. Mehr als 15 Jahre journalistische Erfahrung haben hoffentlich auch dazu geführt, dass er sich deutlich angenehmer liest. Gleichwohl ist es keine Einführung für Interessierte, die zuvor noch nie etwas von Camus gehört oder gelesen haben. Zielgruppe sind vielmehr jene Leser, die erstmals oder noch einmal neu in eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Denken von Albert Camus einsteigen möchten.

Und wenn sich davon der ein oder die andere unter den Teilnehmern von „Blogger schenken Lesefreude“ befinden, freue ich mich. Zu den Spielregeln gehört auch, dass jeder, der diesen Beitrag kommentiert, an der Verlosung teilnimmt. Da der Interessentenkreis diesmal überschaubar sein dürfte, ist die Gewinnchance umso größer. In diesem Sinne also: bon courage!

 

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11 Kommentare zu Zum Welttag des Buches – Camus und ich schenken „Lesefreude“

  1. Anne-Kathrin Reif sagt:

    Die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ in diesem Jahr ist abgeschlossen! Der glückliche Gewinner müsste sein Buch schon im Kasten haben. Allen anderen danke ich fürs Mitmachen und wünsche weiterhin viel Freude und Erkenntnisgewinn bei der Beschäftigung mit Camus!

  2. Christina sagt:

    Hört sich klasse an! Da mache ich gerne mit! 🙂

  3. Verena sagt:

    Habe vor Kurzem erst Camus für mich wiederentdeckt, und würde deswegen gerne mit in den Lostopf hüpfen.

  4. Andrea sagt:

    Da ich erst begonnen habe mich mit Camus anzufreunden, würde ich mich sehr über Dein Buch freuen.
    Liebe Grüsse
    Andrea

  5. snjoris sagt:

    ich mußte „L’Étranger“ auf französisch lesen. frag mich aber nicht, was darin detailliert beschrieben wird :D. wie schön, daß du hier ein buch in deutsch verlost – das kann ich besser verstehen!

    viele grüße!

  6. Ich habe das Buch noch nicht und würde es gerne lesen, weil ich denke, daß sich darin auch der Mensch AK Reif widerspiegelt.

  7. Ich hangle mich zwar immer noch durch den Sisyphos, aber zwei Steine sind mir lieber als einer 🙂

    Das Absurde und die Liebe klingt nach einem sehr fruchtbaren Thema 🙂

  8. Günter Sydow sagt:

    Liebe Frau Reif,
    ich besitze Ihr Buch zwar schon, aber über ein zweites zum Verschenken würde ich mich auch freuen. Vielleicht klappt es ja.
    Übrigens bin ich inzwischen auch Mitglied der Deutschen Camus-Gesellschaft, auf deren Gründung ich durch Ihren Blog aufmerksam wurde. Ich freue mich sehr und sehe der Zukunft dieser Gesellschaft gespannt entgegen.
    Viele Grüsse aus Aachen
    Ihr Günter Sydow

  9. Claudia sagt:

    Liebe Anne-Kathrin,
    eigentlich hätte ich dein Buch wohl schon längst kaufen sollen…
    Es hier mit einer Widmung geschenkt zu bekommen, wäre aber natürlich auch sehr schön!
    Ich bin sehr gespannt!
    Ganz liebe Grüße
    Claudia

  10. Sonja sagt:

    Ich habe erst angefangen Camus zu lesen, würde mich aber trotzdem oder gerade deswegen für das Buch interessieren.
    Grüße Sonja

  11. Katharina sagt:

    Camus ist immer gut, Camus würde ich gern haben, der kann gar nicht oft genug ins Regal 🙂

    Schönen Tag des Buches euch auf jeden Fall!
    Katharina

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