Wie man mit dem Zeichenstift Papier beseelt

Albert Camus – Zeichnung von Moritz Reinoß. ©Moritz Reinoß

Albert Camus – Zeichnung von Moritz Reinoß. ©Moritz Reinoß

Das sind die Überraschungen, die ich liebe: „Hier eine, wie ich finde tolle Zeichnung eines Studenten von mir (1. Semester!!!). Er stolperte über Camus und zeichnete ihn auch noch… Vielleicht ist die Zeichnung ja etwas für Deinen Blog?“, schrieb mir mein Freund Detlef Bach, einer der kreativsten Künstler, die ich kenne, und Dozent an der Ruhrakademie in Schwerte. Ja, aber mit dem größten Vergnügen! Und das nicht nur, weil Camus, rein bildmäßig betrachtet, in diesem Blog bisher wirklich sehr kurz gekommen ist (was hauptsächlich daran liegt, dass es kaum rechtefreie Fotografien von ihm gibt). Sondern weil ich finde, dass Moritz Reinoß, besagter Student, Camus außerordentlich gut getroffen hat. Natürlich hat er nach einer Foto-Vorlage gearbeitet, versteht sich – und doch kommt es mir so vor, als ließe die Zeichnung ihn noch ein wenig lebendiger und beseelter erscheinen als eine Fotografie das vermag. Kaum zu glauben, dass Moritz Reinoß tatsächlich erst im ersten Semester Kunst studiert – und dass er sich zuvor noch gar nicht mit Camus beschäftigt hatte. „Manchmal gibt es keine tieferen Gründe, wenn ich ein Bild zeichne“, erklärt der 26-Jährige auf meine Nachfrage. „In diesem Fall habe ich im Internet durch Zufall von Camus erfahren und wurde von der andächtigen Erscheinung angesprochen. Ich bin also eher durch das Bild als durch seine Arbeit auf ihn aufmerksam geworden und habe daher versucht diesen ersten Eindruck von dieser Person einzufangen. Im Nachhinein ist es interessant, dass dieses Bild ganz gut zu seinem Charakter zu passen scheint.“ Das scheint mir allerdings auch so!

Zu seiner Person schreibt mir Moritz Reinoß: „Ich bin 26 Jahre alt, komme ursprünglich aus dem Oberbergischen und studiere seit einem halben Jahr Illustration an der Ruhrakademie in Schwerte. Dabei zeichne ich schon so lange ich zurückdenken kann und verstehe das Studium als weiteren Abschnitt auf diesem Weg.“ Lieber Moritz, ich wünsche Ihnen gutes Fortkommen auf Ihrem Weg, den verdienten Erfolg und das nötige Quäntchen Glück und bedanke mich sehr herzlich dafür, dass Sie mir zu diesem Blog-Beitrag verholfen haben!

P.S. Detlef Bach, der hier als Vermittler aufgetreten ist, führt ein ob seiner Vielseitigkeit, seiner zeichnerischen und schreiberischen Kunst und seiner schön-schrägen Einfälle höchst beeindruckendes Kunst-Tagebuch im Netz unter www.detlefbach.de

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