Von den Ordensregeln der Krankheit

Eigentlich sollte es in diesem Blog keine so großen Lücken geben… Aber manchmal verlaufen die Dinge nicht so, wie man es gerne hätte. Und dann muss man sich wohl oder übel Regeln unterwerfen, die man nicht selbst aufgestellt hat. Zum Glück findet sich auch dazu ein schönes Camus-Zitat, mit dessen Hilfe sich dem noch etwas Positives abringen lässt:

„Die Krankheit ist ein Kloster mit seiner Ordensregel, seiner Askese, seinem Schweigen und seinen Erleuchtungen.“ (1)

Camus mit seiner lebenslangen Lungenerkrankung wusste, wovon er sprach. Ich finde, der Gedanke ist aber auch bei jedweden leichteren Fällen hilfreich. Nicht immer ist also die révolte die richtige Antwort – das wusste ganz offenkundig auch Camus. Und ich nehme mir ein Beispiel daran. À bientôt!

Albert Camus, Tagebücher 1935-1951. Deutsche Übersetzung von Guido G. Meister. © 1963,1967 Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, S. 155. Notiz vom November 1942.
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Ein Kommentar zu Von den Ordensregeln der Krankheit

  1. Nau, Nicole sagt:

    Wie wundervoll! Die Krankheit, die Krise, einfach alles. Erst Schweigen. Und erst wenn die Erleuchtung da ist eventuell, falls dann überhaupt noch notwendig, die révolte… Herr Camus hat es früh begriffen? Ich habe ein paar Jahre gebraucht das zu verstehen.

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