Morgen Abend: Ein seltenes Wiedersehen mit Meursault

Meursault (Marcello Mastroianni) im Gefängnis. Szene aus dem Visconiti-Film "Der Fremde".

Meursault (Marcello Mastroianni) im Gefängnis. Szene aus dem Visconiti-Film „Der Fremde“ (der Film ist trotz des Schwarz-Weiß-Fotos  in Technicolor).

»Ich will Deine Gebete nicht. Du siehst so sicher aus, so selbstbewusst, doch im Grunde ist nichts von dem, was Du Sicherheit nennst, auch nur ein Frauenhaar wert. Du bist Dir Deines Lebens ja gar nicht bewusst, weil Du wie ein Toter lebst. Ich weiß, ich weiß, ich stehe jetzt mit leeren Händen da, doch ich bin wenigstens meiner sicher – so sicher wie nie, sicher meines Lebens und des Todes, der mich erwartet. Ich habe sonst nichts, das ist alles, aber damit besitze ich doch wenigstens die Wahrheit. Was kümmert mich der Tod der Anderen oder die Liebe meiner Mutter? Was geht mich Dein Gott an?«

(Meursault zum Priester, der ihn im Gefängnis aufsucht – Tonspur aus Der Fremde von Luchino Visconti).

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Weil Foto, Plakat und Zitat so schön sind, hier noch mal eine kleine Erinnerung an die Filmvorführungen von Luchino Viscontis Filmadaption des Camus-Klassikers Der Fremde mit Marcello Mastroianni am morgigen Donnerstag: Mark Tykwers Sonderausgabe von Movie in Motion in der „Gathedrale“, Alte Feuerwache (1. Etage links), Gathe 6, in Wuppertal, 20 Uhr (35mm-Kopie, mit einer kleinen Einführung von mir, Eintritt frei). Ulrich Stiewe zeigt eine 16mm-Kopie in der „dezentrale”, Leineweberstr. 15-17, in Mülheim/Ruhr, Beginn 19 Uhr. Mehr zum Film im Blog.

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2 Kommentare zu Morgen Abend: Ein seltenes Wiedersehen mit Meursault

  1. Carolin sagt:

    Ach, schönes Zitat.
    Auch danke für die Hintergründe in deinem Blog!

    Ganz liebe Grüße

  2. Günter Platzdasch sagt:

    Kann man sowas nicht republikweit streuen…? Schade, daß ich nicht in/um Wuppertal wohne. Glückwunsch zur Veranstaltung mit Gruß aus Jena!

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