„Die Gerechten“ am Staatstheater Mainz

Szenenfoto aus der Inszenierung von Dominique Schnizer mit Aram Tafreshian und Pascale Pfeuti.  Foto ©: Bettina Müller

Szenenfoto aus der Inszenierung von Dominique Schnizer mit Aram Tafreshian und Pascale Pfeuti.
Foto ©: Bettina Müller

Nach Hamburg, Esslingen und Bonn ist das Staatstheater Mainz die vierte Bühne, die in diesem Jahr Camus’ Theaterstück Die Gerechten (Inszenierung: Dominique Schnizer) auf den Spielplan gesetzt hat.

Mit gedanklicher Schärfe analysiert der Schriftsteller und Philosoph Albert Camus Positionen zur Legitimität politisch motivierter Gewalt. Der Widerspruch zwischen Ideologie und Menschlichkeit wird dabei zur Zerreißprobe für seine Revolutionäre. Für eine aktuelle Auseinandersetzung mit den Wurzeln und Erscheinungsformen von Terrorismus ist die Frage nach den Mitteln politischen Aufbegehrens hochbrisant. Und vielleicht noch bedeutsamer vor dem Hintergrund der neuen großen Protestbewegungen weltweit,” schreibt das Theater in seiner Ankündigung.

Die Premiere war gestern (26. April), leider ohne mich. Ich hoffe, es noch zu einem der nächsten Termine zu schaffen, aber Mainz ist von Wuppertal aus nun auch nicht gerade um die Ecke. Gibt es Blog-Leser aus Mainz? Dann berichtet hier doch bitte!

Weitere Termine sind am 2., 10., 24. und 28. Mai sowie am 4., 19. und 29. Juni: Karten.

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2 Kommentare zu „Die Gerechten“ am Staatstheater Mainz

  1. Anne-Kathrin Reif sagt:

    Lieber Herr Mühlschwein, das ist aber schön, dass Sie da waren! Bei mir sieht es mal wieder so aus, als ob ich´s nicht bis Mainz schaffen würde – es ist halt doch nicht um die Ecke, von hier aus gesehen. Deshalb besonders herzlichen Dank für Ihren Kommentar!

  2. Mainz 02.05.2013: Junges Publikum, fast ausverkauft. Eine unmittelbare, ganz konkrete Inszenierung, ein beeindruckendes Ensemble. Ein instruktives Programmheft. Mir war nicht gegenwärtig, dass „Die Gerechten“ einen solch unmittelbaren Bezug zur russischen Geschichte besitzen. „Das soll nicht heißen, „Die Gerechten“ wären ein historisches Stück, das wird man feststellen können. Doch alle Figuren haben tatsächlich gelebt und haben gehandelt, wie ich es zeige. Ich habe nur versucht, wahrscheinlich zu machen, was bereits wahr ist“, wird Camus mit Verweis auf das Jahr 1949 im Programmheft zitiert. Es hat sich gelohnt, nach Mainz zu fahren.

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