„Die drei wichtigsten Bücher Frankreichs!“

Camus’ L`Étranger vor der…

…Bibliothek in Aix. ©Fotos: akr

 

 

 

 

 

 

 

 


Aix-en-Provence. Hier muss man die Spuren von Camus natürlich nicht erst lange suchen: Ein überdimensionales Exemplar seines Étranger ziert den Eingang der Bibliothèque Méjanes. Auf der Rückseite des Gebäudes ein weiterer Eingang mit einem literarischen Ensemble: Hier steht der Étranger neben Antoine de Saint-Exupérys „Kleinem Prinzen“ und dem alles überragenden „Eingebildeten Kranken“ von Molière. „Die drei wichtigsten Bücher Frankreichs!“, ruft mir ein älterer Herr Bibliotheksbesucher zu, der mich fotografieren sieht. Ein hypochondrischer Adliger, ein altkluger Kinderprinz von einem fernen Planeten und ein durch eine Verkettung von Zufällen zum Mörder gewordener algerischer Büroangestellter sind also die Protagonisten der wichtigsten Bücher Frankreichs. Da mache sich jetzt jeder selbst einen Reim drauf.

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3 Kommentare zu „Die drei wichtigsten Bücher Frankreichs!“

  1. Hildegard Boxberg sagt:

    Liebe Anne,
    apropos Bücher:
    Die Buchhandlung Bittner in Köln leitet ihre Sommerbuchtipps mit folgendem Zitat von Camus aus ‚Hochzeit des Lichts‘ ein und kündigt für den Herbst eine Feier zum 100. Geburtstag von Camus an:
    „Sonne, Küsse und erregende Düfte – alles Übrige kommt uns nichtssagend vor. Ich möchte hier nicht allein sein. Oft bin ich hierher gekommen mit denen, die ich liebte, und habe auf ihren Gesichtern das leuchtende Lächeln der Liebe gelesen. Hier überlasse ich den andern, an Maß und Ordnung zu denken, und gehöre ganz der ausschweifenden Ungebundenheit der Natur und des Meeres.“ (Albert Camus, Hochzeit des Lichts)
    Weiterhin mittelmeerische Tage und Grüße an meinen Studienort Aix (die Bibliothek Méjanes gab es danals schon, aber ganz anders!),
    Hildegard

  2. Dr. Ruth Schlette sagt:

    A propos Bücher: Zum 100. Geburtstag bringt die Büchergilde „Jonas oder Der Künstler bei der Arbeit“ als Büchergilde-Erstausgabe in Form einer Graphic Novel heraus. Die Illustrationen von Katia Fouquet, Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung über die Generationen hinweg, tragen die Dramatik des Textes in unsere Gegenwart.
    Wie der Rowohlt-Verlag wirbt die Büchergilde für das Buch mit einem wunderbaren – leider nicht ausgewiesenen – Text von Walter Jens, der die zeitgenössische Resonanz im damaligen Westdeutschland auf Albert Camus spiegelt:
    „Welch ein Stil! Welche Präzision und Eleganz, Sparsamkeit und visionäre Plastizität! Dass es auch in unserem Jahrhundert noch möglich ist, Wahrheit und Schönheit, Maß und Vision, Eleganz und Unbestechlichkeit zu vereinigen, schenkt uns Vertrauen zum Gewesenen, tröstet uns in der Dunkelheit des Tages, lässt uns hoffen für morgen.“

    • Anne-Kathrin Reif sagt:

      Liebe Frau Schlette, das Buch liegt schon bei mir zuhause! Nur war ich vor der Abreise nicht mehr dazu gekommen, es hier zu besprechen – wird bald nachgeholt! Herzlich Grüße aus Südfrankreich!

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