Der Camus-Adventskalender: Die zwanzigste Tür geht auf

Tür in Tunesien. Mit herzlichem Dank an meine reisefreudige Cousine ©Erika Spindeck!

„In diesem Licht und in diesem Schweigen zerrannen langsam die Jahre der Raserei und der Nacht. Ich lauschte in mir einem fast vergessenen Klang, als finge mein Herz nach langem Stillstehen ganz sachte wieder zu klopfen an. (…) Auf den sandigen Hängen, die mit Heliotrop überdeckt waren wie mit dem Schaum, den die wilden Wogen der letzten Tage zurückgelassen hatten, blickte ich in der Mittagsstunde auf das Meer, das sich kaum bewegte, und löschte jenen zweifachen Durst, den man nicht lange hinhalten kann, ohne dass unser Wesen ausdörrt: zu lieben und zu bewundern. Denn nicht geliebt zu werden ist nur misslicher Zufall, nicht zu lieben jedoch ist Unglück.“ *

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Der Camus-Adventskalender. Jeden Tag eine Tür und ein mehr oder weniger zufällig ausgewähltes Zitat als kleiner Gedankenanstoß für den Tag. Ich wünsche allen einen schönen vierten Adventssonntag!

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*Albert Camus, Heimkehr nach Tipasa, Deutsch von Monique Lang, in: Literarische Essays, Rowohlt-Verlag, Hamburg 1959, S. 175f.

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1 Antwort zu Der Camus-Adventskalender: Die zwanzigste Tür geht auf

  1. PIERRE SCHOTT sagt:

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