Camus im September – es geht weiter…

Das Foyer durchgewischt, die weißen Laken von den Sitzen genommen, die Kassen wieder geöffnet: Die Theater kehren aus der Sommerpause zurück – und das bedeutet, dass es auch mit Camus auf den Bühnen und mit den monatlichen Vorschauen im Blog weitergeht. Auf die Wiederaufnahme der Bühnenadaption von Die Pest durch das Bonner Fringe Ensemble am 4., 5. und 6. September hatte ich ja schon vorab hingewiesen, übersehen hätte ich aber beinahe, dass auch die Deutsche Camus-Gesellschaft in Aachen bereits wieder aktiv ist: Der erste monatliche Jour-Fixe der Herbst-/Wintersaison, eigentlich immer Dienstags, findet bereits heute (Mittwoch, 2. September) statt. Wie immer um 20 Uhr im Institut Logoi, Jakobstraße 25a, in Aachen. Ein Thema wurde vorab noch nicht ausgegeben, sodass sicherlich die Gelegenheit zum zwanglosen Austausch über Camus-Themen besteht – für Kurzentschlossene aus dem Raum Aachen eine prima Gelegenheit zur Kontaktaufnahme mit den Camus-Freunden.

Richard Hucke (vorn) und Frank Musekamp in "Der Fremde" am Euro Theater Bonn. ©Foto: Alexandra Wolkowicz

Richard Hucke (vorn) und Frank Musekamp in „Der Fremde“ am Euro Theater Bonn. ©Foto: Alexandra Wolkowicz

Zwei (weitere) Wiederaufnahmen stehen Ende des Monats an: Das  Theater Regensburg spielt am 29. September wieder den Caligula in der offenbar ziemlich blutigen Inszenierung von Charlotte Koppenhöfer. Und beim kleinen Euro-Theater Bonn geht die Bühnenadaption von Der Fremde in der Regie von Jan Steinbach nunmehr in die sechste Saison (ebenfalls am 29. September, 20 Uhr) – ein echter Dauerbrenner.

Zwar kein klassischer „Camus-Termin“ aber doch einer, auf den ich gerne hinweise, findet am kommenden Freitag, 4. September, in der Buchhandlung Böttger, Maximilianstraße 44, in Bonn statt: Prof. Dr. Dr. Heinz Robert Schlette stellt sein neuestes Buch Existenz im  Zwielicht. Notierungen in philosophischer Absicht vor, über das ich an dieser Stelle kürzlich berichtet habe. Schließlich kommt Camus auch drin vor, was bei einem Buch des deutschen Camus-Experten par excellence ja auch nicht weiter verwundert.

Beobachtungen, Impressionen, Reflexionen im Untergrund und Hintergrund des Philosophierens werden in diesen Notierungen aus den Jahren 1965 – 1999 festgehalten. Sie vermitteln einen Einblick in die Schwierigkeiten des Nachdenkens und des angemessenen Schreibens. Vieles wird erwähnt – Begegnungen, Reisen, Ereignisse – und bestätigt die existentielle Ungewissheit“,  heißt es in der Ankündigung.

Die Lesung der Texte übernimmt Adolphe Lechtenberg, seines Zeichens Maler und Schüler von Fritz Schwegler, Joseph Beuys und Meisterschüler von Erwin Heerich an der Düsseldorfer Kunstakademie.

NACHTRAG:
Wie auf der Seite des Bonner Fringe-Ensembles aktuell zu lesen ist, fällt die Vorstellung von Die Pest am 6. September aus.

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2 Kommentare zu Camus im September – es geht weiter…

  1. Ruth Schlette sagt:

    Zu der Frage von Herrn Prof. Kocher:
    Ich empfehle ihm, sich an die Präsidentin der Societé des Études Camusiennes, Frau Prof. Dr. Agnès Spiquel, zu wenden.
    H.R. Schlette

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